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Informieren Sie sich hier über die neusten Trends in der Branche und praktische Tipps um Kosten zu sparen, mehr Profit zu erzielen und effizienter zu arbeiten!

Bei Unfällen mit Fuhrpark-Fahrzeugen sind die offensichtlichen Kosten, wie Reparaturen und die Selbstbeteiligung an Versicherungssummen, sehr oft nur die Spitze des Eisbergs.

Reparaturkosten und Selbstbeteiligungen sind nicht schwer zu planen. Die Beträge sind relativ bekannt, und Sie können sie in Ihr Budget aufnehmen.

Unter der Oberfläche lauert jedoch ein riesiger Eisberg von versteckten Kosten, der nur darauf wartet, Ihre Budgetierung und Planung durcheinanderzubringen.

Kostenberechnung für einen Fuhrparkunfall

Bevor wir uns speziell mit den versteckten Kosten befassen, hier zuerst eine Aufstellung dazu, welche Kosten ein Unfall wahrscheinlich verursachen wird und wie viel Umsatz das Unternehmen generieren muss, um sie zu bezahlen.

Die Fuhrpark-Sicherheitsexperten von DriveTech International beziffern die „offensichtlichen“ Kosten eines Unfalls mit 3.600 € und den Umsatz, der zum Ausgleich für einen Unfall erforderlich ist, mit 72.000 €.

Fragen Sie sich also:

„Ist es leichter, 72.000 € Umsatz zu generieren oder proaktiver zu sein und mehr für die Fuhrparksicherheit zu tun?“

Die obige Berechnung der versteckten Kosten ist sogar konservativ. Sie stellt praktisch ein „Best-Case-Szenario“ für die finanziellen Folgen dar. Welche versteckten Kosten für Fuhrparkunfälle können also auf Ihr Unternehmen zukommen?

Was sind die tatsächlichen Kosten eines Unfalls im Fuhrpark_DE_Grafik

Die versteckten Kosten von Unfällen im Fuhrpark

Natürlich ist das Schlimmste, was bei einem Unfall passieren kann, dass jemand mit seinem Leben bezahlt. Das sind die äußersten potenziellen Kosten eines Arbeits- oder sonstigen Unfalls. Die meisten Unfälle auf Europas Straßen enden glücklicherweise nicht mit einem Todesopfer. Aber das bedeutet nicht, dass sie Ihr Unternehmen nicht finanziell ruinieren können.

Gedrückte Stimmung im Team

Betrachten Sie dies als zunächst psychologische Kosten, die sich später oft als finanzielle Kosten erweisen.

„Sie müssen nach einem Unfall Unterstützung anbieten,“ erklärt Clare Cain, Leiterin des Bereichs Versicherungsfälle/Risiko bei Kelly Fleet Services, „und zwar nicht nur eine Nachschulung für den Fahrer, sondern auch vorbeugende Maßnahmen gegen Stress oder Depressionen.“

Unabhängig davon, ob Ihr Fahrer schuld war, kann er (oder sie) sehr unter dem Unfall leiden, und dies kann sich auf Ihr gesamtes Unternehmen auswirken.

„(Ein Unfall) ist ein traumatisches Ereignis, das jeden im Unternehmen berührt, und ganz besonders jeden, der direkt mit diesem Fahrer zu tun hat“, so Colin Hartley, Geschäftsführer der Risikoberatung DRiiVE Consulting.

„Wenn man bedenkt, wie viele Personen das sein können, kann es buchstäblich in die Tausende (Euro) gehen.“

Negative Publicity

In den Nachrichten zu sein, ist nicht immer etwas Gutes.

Fragen Sie nur einmal Uber und BP.

Gerade im Zeitalter von Social Media kann es passieren, dass Ihr Logo in den Newsfeeds unzähliger Menschen auftaucht, bevor Sie sich auch nur ein vollständiges Bild von den Geschehnissen gemacht haben.

Das verursacht Kosten, da Ihr PR- und Marketingteam (oder, falls Sie keines haben, eine Agentur) eingreifen und viel Zeit mit Kunden- und Öffentlichkeitskommunikation verbringen muss.

Verwaltungsaufwand

Auch wenn die Technologie viel dazu beiträgt, den Gesamtaufwand für die Fuhrparkverwaltung zu reduzieren, erledigen immer noch 54 % der Fuhrparkleiter Vorfälle manuell.

Das ist eine Menge Aufwand.

Zumal 40 % der Fuhrparkleiter bereits den größten Teil ihrer Zeit mit Verwaltungsaufgaben verbringen.

Fuhrparkunfälle erhöhen also die Belastung der Fuhrparkleiter. Und je nach Schwere des Unfalls kann auch Arbeitsaufwand für Personen entstehen, die nicht direkt an der Verwaltung der Fahrer beteiligt sind.

Verringerter Fahrzeugwert

Selbst wenn ein Fahrzeug nach einem Unfall wieder in einen einwandfreien Zustand versetzt wird, verliert es an Wert, auch wenn Ihr Fahrer keine Schuld hatte. In einigen Ländern können Sie dies bei der Versicherung geltend machen, was jedoch nicht immer erfolgreich ist und in einigen Fällen von den Gerichten sogar missbilligt wird, wenn Sie es nicht hieb- und stichfest begründen können.

Zu den Unfallkosten kommt also die Wertminderung bei einem späteren Verkauf hinzu.

Wie hoch sie ist, kann natürlich ganz unterschiedlich sein, aber der durchschnittliche Wertverlust nach einem Unfall in den USA (Anmerkung: Wir konnten leider keine verlässlichen Daten für Europa finden) liegt bei etwa 500 $, im oberen Preissegment eher bei 2.200 $.

Höhere Versicherungsbeiträge

Unabhängig davon, wer schuld ist, führt ein Versicherungsfall fast immer zu einer Erhöhung der Versicherungsbeiträge. Je nachdem, wo auf der Welt Sie sich befinden, haben Sie vielleicht zusätzlich bezahlt, um Ihren Schadenfreiheitsrabatt zu schützen; dennoch werden die Grundkosten Ihrer Versicherungsbeiträge wahrscheinlich steigen.

Wenn Ihr Fahrer keine Schuld trägt, ist diese Erhöhung im Vergleich zu einem verschuldensabhängigen Schaden zum Glück nur geringfügig.

Ein weiterer möglicher Kostenfaktor sind private Versicherungsbeiträge.

In vielen Ländern muss ein Fahrer, der einen Unfall mit einem Unternehmensfahrzeug hat, auch seine private Kfz-Versicherung informieren. Andernfalls kann sein privater Versicherungsschutz hinfällig werden. Dies sind zwar keine direkten Kosten für Ihr Unternehmen, aber es kann sich auf die Stimmung in Ihrem Team auswirken.

Rechtskosten

Auch wenn Ihr Versicherungsvertrag die Rechtskosten möglicherweise größtenteils (oder sogar vollständig) abdeckt, gibt es häufig Fälle, in denen Sie sie zunächst selbst zahlen müssen und dann, je nach Ausgang des Falles, die Versicherung dafür aufkommt.

Selbst wenn Ihre Versicherung Anwalts- und Gerichtskosten unabhängig von einem Verschulden abdeckt, muss Ihr Unternehmen wahrscheinlich Kosten vorschießen, die Sie erst nach Abschluss des Falls wiederbekommen. Dafür brauchen Sie einen finanziellen Puffer.

Verlorene Arbeitszeit

Unabhängig davon, ob Ihr Fahrer verletzt ist, wird er oder sie wahrscheinlich eine Zeit lang arbeitsunfähig sein.

Und je nach Arbeitsvertrag müssen Sie Lohnfortzahlung leisten. Außerdem entsteht eine Lücke in Ihrem Dienstplan, die entweder von anderen Fahrern gefüllt werden muss (was der Stimmung im Team schadet) oder von einer vorübergehenden Vertretung, die zu finden Zeit und Geld kostet.

Personalbeschaffungskosten

Wenn einer Ihrer Fahrer eine längere Auszeit nehmen muss (und das ist nach einer Verletzung oder Traumatisierung wahrscheinlich), müssen Sie eine passend qualifizierte Person finden, die einspringt.

Ob Sie nun eine Personalvermittlung nutzen oder selbst einen Fahrer suchen – es entstehen zusätzliche Kosten. Zu den Personalbeschaffungskosten für Fahrer gibt es nicht viele fundierte Daten (hmmm, das haben wir schon öfter gehört), aber in den USA liegen sie durchschnittlich bei 8.200 $. Dazu gehören Verwaltungskosten bei Vertragsbeginn und ‑ende, Festkosten für ungenutzte Betriebsmittel, entgangener Gewinn aufgrund ungenutzter Betriebsmittel, Sicherheitsschulungen, Versicherungen und andere Rechtskosten.

Verlorene Aufträge

Für verlorene Aufträge kann es viele Gründe geben.

Einer davon ist negative Publicity; von einem Foto, das auf Social Media geteilt wird, bis hin zu einem Bericht in einer großen Zeitung.

Sie können Aufträge verlieren, weil Sie nicht mehr genug Arbeitskräfte haben, um sie zu erledigen. Oder der Verwaltungsaufwand kann einfach so viel Zeit verschlingen, dass Sie und Ihr Team nicht dazu kommen, sich auf das eigentliche Geschäft zu konzentrieren.

Es ist aber nicht alles verloren.

Eine detaillierte Analyse der Kosten von Fuhrparkunfällen sollte ernüchternd sein, denn sie sind hoch. Sowohl menschlich als auch finanziell gesehen. Aber mit einem geeigneten Sicherheitsplan für Ihren Fuhrpark und den richtigen technologischen Lösungen können Sie sie drastisch senken. Und während Vorbeugen besser ist als Heilen, können Technologien auch den Verwaltungsaufwand verringern, wenn es einmal zu einem Unfall kommt.

Zusammenfassung

  • Kein Unternehmen kann es sich leisten, die Fuhrparksicherheit nicht ernst zu nehmen.
  • Die offensichtlichen Kosten pro Unfall betragen durchschnittlich 3.600 €.
  • Die versteckten Kosten sind mindestens ebenso hoch.
  • Die psychologischen und menschlichen Kosten sind schwer zu beziffern, aber sie sind Realität.
  • Mit einem geeigneten Sicherheitsplan für ihren Fuhrpark können Unternehmen viel tun, um diese Kosten einzudämmen.

Möchten Sie die Kosten von Fuhrparkunfällen für Ihr Unternehmen besser verstehen? Brauchen Sie Hilfe bei der Erstellung und Budgetierung eines geeigneten Sicherheitsplans für Ihren Fuhrpark? Europaweit und weltweit hilft Fleet Complete Unternehmen mit Technologie und Expertenwissen, die Kosten von Unfällen in ihrer Fahrzeugflotte zu reduzieren. Wenn Sie Ihre Ausgaben für Fuhrparkunfälle senken möchten, nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

  Jän 13, 2021     Ben Billson